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Aktives Segeln – FAQ - Gut zu wissen
Aktiv segeln – Antworten zu den wichtigsten Fragen
Wie ist das genau mit der Seekrankheit und was macht man eigentlich genau bei einer Aktiv-Segelreise als temporäres Mannschaftmitglied? Kann da jeder mitmachen und kann ich mich vegetarisch ernähren? Hier beantworten wir Ihnen die wichtigsten Fragen.
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Die Einschiffungszeit ist normalerweise am späteren Nachmittag. Wenn Sie direkt von der Schweiz aus zum Einschiffungshafen reisen, planen Sie ein bis zwei Tage Reserve ein. Beachten Sie, dass zum Beispiel durch technische Defekte, verpasste Anschlüsse oder überbuchte Flüge die Ankunft sehr schnell um einen Tag (oder im schlimmsten Fall sogar länger) verzögert werden kann. Je nach Klimazone ist es zudem von Vorteil, sich vor der Einschiffung bereits an die ungewohnten Temperaturen und/oder Luftfeuchtigkeit zu gewöhnen.
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Die Segelschiffe liegen normalerweise in einem zentrumsnahen Hafenbecken. Je nach Lage Ihrer Unterkunft, kann das Schiff sogar zu Fuss oder mit einer kurzen Taxifahrt erreicht werden. Zum Teil wird der exakte Ort der Einschiffung erst wenige Tage vor der Ankunft bekannt.
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Die Kabinen auf den Segelsschiffen sind meistens recht klein. Je nach Schiff sind es Doppel- oder Mehrbettkabinen mit normalwerweise zwei oder vier Stockwerkbetten. Da sehr viele Einzelreisende diese Segeltörns buchen, teilt man sich im Normalfall die Kabine. Die Kabinen sind jeweils geschlechtergetrennt.
Jedes Bett (Koje) verfügt normalerweise über eine Nachtlampe. Die Bettwäsche und Handtücher werden normalerweise zur Verfügung gestellt. Bei mehrwöchigen Reisen wird die Bettwäsche zwischendurch von der Mannschaft, je nachdem von Ihnen, gewechselt. Zudem verfügen die Kabinenüber einen kleinen Schrank, den Sie mit Ihren Kabinenpartner(n) teilen. Je nach Schiff haben Sie für die Kabine eine eigene Dusche/WC oder die Nasszelle ist ausserhalb der Kabine und wird mit anderen Kabinen geteilt.
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Das hängt ganz vom Schiff und der Reise ab. Bei einfacheren Reisen gibt es oft keine starren Altersgrenzen. Wir erachten als 14 oder 15 Jahre als Mindestalter (in Begleitung eines Erwachsenen) für einen einfachen Segeltörn als angemessen.
Bei den anspruchsvolleren Törns ist oft eine Altersgrenze ab 18 Jahren und ein Höchstalter zwischen 70 und 79 Jahren gesetzt.
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Auf den meisten Schiffen ist Englisch die Verständigungssprache. Es gibt aber auch Schiffe - vor allem in europäischen Gewässern - wo man sich gut auf Deutsch unterhalten kann. Da befinden sich dann auch vorwiegend deutschsprechende Mitsegelnden an Bord.
Bei holländischen Schiffen ist die Bordsprache meistens Englisch wobei einige Crewmitglieder oft auch Deutsch sprechen. Die Bordsprache ist aber immer Englisch.
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Es sind oft Einzelreisende, die solche Segeltörns buchen. Wenn Sie sich fragen, ob Sie als Einzelreisender ein Exot an Bord sein werden, dann wird das definitiv nicht so sein. Gerade bei den Törns der Kategorie “mittel” und “anspruchsvoll” ist das ausgeprägt. Oft ist es ein bunter Mix zwischen jüngeren und älteren Mitseglern, zwischen Anfängern und Routiniers. Es ist Usanz, dass man sich eine Kabine mit einem Mitreisenden des gleichen Geschlechts teilt.
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Grundsätzlich ist für alle Segeltörns eine normale Gesundheit und gute Gehfähigkeit erforderlich. Es ist keine Segelerfahrung nötig. Man wird an Bord jeweils instruiert und immer von einem Mitglied der Stammbesatzung betreut. Einzig bei den Segeltörns der Kategorie “anspruchsvoll” empfehlen wir, zuerst einen kürzeren Törn der Kategorie “leicht” oder “mittel” zu buchen, um ein Gefühl zu erhalten, ob das die richtige Reiseart für Sie ist.
Gerade bei den längeren und herausfordernden Törns der Kategorie “anspruchsvoll” wird oft ein medizinisches Attest benötigt um sicherzustellen, dass man fit genug ist für den Törn.
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Auf den Segeltörns der Kategorie “mittel” und “anspruchsvoll” wird man zu Beginn der Reise in eine sogenannte “Wache” eingeteilt. Mit dieser Gruppe, geleitet von einem Mitglied der Stammbesatzung, werden Sie während der Reise zusammenarbeiten.
Die Einsatzzeiten während den Seetagen sind meistens 2 x 4 Stunden am Tag. Die meisten Schiffe haben das traditionelle Wachsystem mit drei Wachen:
- Wache 1: 08:00 - 12:00 / 20:00 - 24:00
- Wache 2: 12:00 - 16:00 / 24:00 - 04:00
- Wache 3: 16:00 - 20:00 / 04:00 - 08:00
Die Gruppenzusammenstellung wird jeweils von der Stammmannschaft gemacht, damit die Wache so gut als möglich durchmischt ist mit jüngeren und älteren Teilnehmenden, mit erfahrenen Seglern und Neulingen.
Während der Wache kann man das Schiff steuern, Ausguck halten, bei Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten mithelfen oder sich in der Küche nützlich machen. Wenn ein Segelmanöver ansteht, dann helfen - je nach Bedarf - alle Wachen ("All hands on deck") mit. Und wichtig: Die Wanten hoch auf die Rahen klettern muss niemand, der das nicht will.
Grundsätzlich hat man immer einen gewissen Spielraum, wie aktiv man sein will. Wer das Schiff nicht steuern will kann Ausguck machen oder bei genügend Leuten einfach dem Rudergänger gesellschaft leisten. Wichtig ist einfach, dass man jede Wache mitmacht, also auch die Nachtwachen. Wenn man dies nicht will, dann darf man höchstens einen Segeltörn der Kategorie “leicht” buchen, dort ist alles lockerer.
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Unter normalen Umständen sind die publizierten Reisedaten sehr verlässlich und es kommt nur sehr selten zu Verschiebungen. Bei der Routenplanung wird meistens eine zeitliche Reserve eingebaut und der Kapitän kontrolliert täglich, ob man im Soll ist oder nicht. Wenn man hinter dem Zeitplan herhinkt, wird der Hilfsmotor angelassen, um mehr Geschwindigkeit zu erhalten. Auch wenn der Wind von der falschen Richtung kommt oder gar kein Wind da ist, muss das Schiff mit Motor fahren, damit es pünktlich an seiner Destination ankommt.
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Das ist nicht auszuschliessen, hängt aber stark vom Reisegebiet, dem Wetter und der persönlichen Empfindlichkeit ab. Erfahrungsgemäss gewöhnt man sich nach ein bis drei Tagen an die Bewegung des Schiffes. Eine gewisse Gelassenheit, wenn Sie an Bord kommen, eine ausgewogene Ernährung, genügend Schlaf und nur wenig oder gar kein Alkohol sind gute Voraussetzungen, um die Seekrankheit zu «umschiffen» oder die Effekte zu mildern.
Sie können sich in der Schweiz beim Arzt oder in der Apotheke über Medikamente beraten lassen. Trotz aller Vorbereitungen kann es gleichwohl sein, dass Sie sich in den ersten ein bis zwei Tagen an Bord schlapp oder unwohl fühlen. Das geht oft auch Mitgliedern der Stammmannschaft so - nicht dass dies jetzt ein grosser Trost wäre, wenn es einem dann auch trifft.
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Wenn man eine lange Seereise auf dem offenen Meer unternimmt, ist man – auch im Notfall – meistens mehrere Tage von einer modernen medizinischen Versorgung entfernt. Ein Arzt ist höchstens auf grösseren Segelschiffen mit an Bord, der Patienten im beschränkten Rahmen behandeln kann. An Bord jedes Segelschiffes ist mindestens ein Mannschaftsmitglieder in Erster Hilfe ausgebildet. Bei Reisen in Küstenregionen kann im Notfall innerhalb von kurzer Zeit eine medizinische Versorgung organisiert werden.
Sofern Sie spezielle Medikamente benötigen, so nehmen Sie einen Vorrat mit an Bord. Falls Sie für Ihre Reise einen medizinischen Fragebogen ausfüllen müssen: Vermerken Sie medizinische Vorerkrankungen unbedingt auf dem Gesundheitszeugnis, das Sie mit der Buchungsbestätigung erhalten. Sollte sich Ihr Gesundheitszustand zwischen Buchung und Abreise verändert haben, so informieren Sie uns auf jeden Fall.
Vergessen Sie bei Reisen mit langen Ozeanpassagen nicht: einmal auf hoher See, gibt es kein zurück mehr und mit maximal sieben bis acht Knoten in der Stunde kann es sehr lange dauern, bis medizinische Hilfe verfügbar ist. Im Zweifelsfall vermitteln wir Ihnen gerne den Kontakt zum Vertrauensarzt der Reederei, der mit Ihnen zusammen die Situation analysieren kann.
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Vegetarisches Essen ist kein Problem an Bord eines Segelschiffes. Sofern Sie sich vegan ernähren möchten, klären wir das zur Sicherheit jeweils gerne für Sie ab, damit es dann auch klappt.
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Grundsätzlich haben sich die Reedereien in der Zwischenzeit darauf eingestellt, dass viele Teilnehmende nicht alles essen können, sei dies Meeresfrüchte, Fische oder gluteinhaltige Nahrungsmittel. Es ist aber wichtig, dass wir die Reederei bei der Buchung informieren, welche Einschränkungen bei den Mahlzeiten zu berücksichtigen wären, damit die Reederei uns mitteilen kann, falls etwas nicht machbar ist. Die Kombüse an Bord eines Segelschiffes und der Stauraum ist meistens sehr begrenzt und man wird staunen, was die Kochmannschaft da jeweils daraus zaubern kann. Aber Wunder kann auch der beste Schiffskoch/Schiffsköchin nicht vollbringen.
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Neben der eigentlichen Reise sind standardmässig die Unterkunft in einer Mehrbettkabine, alle Hauptmahlzeiten inkl. Wasser/Tee, die Betreuung durch die Stammmanschaft sowie die Hafengebühren eingeschlossen. Die Landgänge sind normalerweise nur bei den Expeditionssegeltörns in den polaren Gebieten inbegriffen.
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Normalerweise halten sich die Nebenkosten in überschaubaren Grenzen. Für die Bargetränke ausserhalb der Mahlzeiten müssen Sie etwas einrechnen. Je nach Reiseroute benötigen Sie vielleicht noch etwas Bargeld für Landgänge. Auch das Trinkgeld an die Stammbesatzung am Ende der Reise sollte nicht vergessen werden und vielleicht wollen Sie ja noch eine Mütze oder T-Shirt vom Schiff kaufen als Souvenir, bevor Sie von Bord gehen. Ebenfalls nicht inbegriffen ist natürlich die An- und Abreise zum/vom Schiff.


