Bahn Reisebericht

Unterwegs von Peking nach Kathmandu

«Auch wenn man vor der Reise schon viel über Tibet gelesen und Dokumentarfilme gesehen hat, ist die Wirklichkeit noch viel beeindruckender», sagt unser Reisebegleiter André Zgraggen nach seiner Rückkehr von der Gruppenreise im Mai.

Gemeinsam mit unserer Gruppe und lokalen Reiseleitungen reiste er auf dem Landweg von Peking über Tibet nach Kathmandu. Unterwegs erwarteten die Reisenden unzählige unvergessliche Eindrücke und Begegnungen. Einige dieser besonderen Momente möchten wir hier mit Ihnen teilen.

Peking und die grosse Mauer

Den Auftakt bildete Peking mit zwei der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Chinas: der Verbotenen Stadt und der Grossen Mauer. Beide Orte gehören zu den meistbesuchten Attraktionen des Landes. Trotzdem verlieren sie nichts von ihrer Anziehungskraft. 


Die Terrakotta Armee in Xian

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der weltberühmten Terrakotta Armee bei Xian. Das UNESCO Welterbe zählt für mich zu den eindrücklichsten Sehenswürdigkeiten Chinas. Tausende lebensgrosse Tonkrieger, die seit über 2000 Jahren verborgen waren, hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Auch unsere Gruppe war von dieser einzigartigen Anlage begeistert.


Tibet Bahn

Während knapp 24 Stunden reisen wir von Xining nach Lhasa und durchqueren einige der spektakulärsten Landschaften Asiens.

Damit unsere Gäste möglichst viel von der Strecke bei Tageslicht erleben können, haben wir in Xining eine späte Abfahrtszeit geplant. Besonders eindrücklich ist die Fahrt über den Tanggula Pass. Mit 5'068 Metern über Meer befindet sich hier der höchstgelegene Bahnhof der Welt. Die weiten Hochebenen, schneebedeckten Gipfel und die einzigartige Landschaft machen diese Zugreise zu einem unvergesslichen Erlebnis.


Lhasa

Der Potala Palast ist das Wahrzeichen Tibets und zieht schon beim ersten Anblick alle Blicke auf sich. Hoch über Lhasa thront dieses monumentale Bauwerk, das während Jahrhunderten als Winterresidenz der Dalai Lamas diente.

Ein besonderer Moment war jeweils der Abend auf der Dachterrasse unseres Hotels. Von dort aus konnten wir den stimmungsvoll beleuchteten Potala Palast bewundern. Ein Anblick, den man so schnell nicht vergisst.

Ebenso eindrücklich war der Besuch eines kleinen Tempels in einer Seitenstrasse des Barkhor Viertels. Die friedliche Atmosphäre und die tiefe Spiritualität dieses Ortes entsprachen genau jenem Bild von Tibet, das viele Reisende im Kopf haben.


Ein unvergesslicher Blick auf den Mount Everest

Das Wetter am Mount Everest lässt sich nicht planen. Umso grösser war unsere Freude, als sich der höchste Berg der Erde beinahe wolkenlos zeigte. Die lange Anreise hat sich in diesem Moment mehr als gelohnt. Für viele Teilnehmende war dies einer der Höhepunkte der gesamten Reise.


Kontraste - vom Hochland Tibets ins grüne Nepal

Nach mehreren Tagen auf dem kargen Hochplateau Tibets erlebten wir einen intensiven Landschaftswechsel. Von Höhenlagen zwischen 4'300 und fast 5'000 Metern führte uns die Strasse hinunter nach Nepal auf rund 1'800 Meter über Meer.

Die Veränderung hätte kaum grösser sein können. Aus der trockenen Steinlandschaft wurde innert kurzer Zeit eine üppig grüne, beinahe subtropische Umgebung.


Kathmandu

Den Abschluss unserer Reise bildete Kathmandu. Die nepalesische Hauptstadt ist intensiv, lebendig und voller Kontraste. Überall herrscht reges Treiben. Menschen, Motorräder, Märkte und Tempel prägen das Stadtbild.

Trotz des scheinbaren Chaos empfand ich die Stadt nie als bedrohlich. Die Vielfalt an Produkten, Gewürzen und lokalen Spezialitäten macht jeden Spaziergang zu einem Erlebnis.

Ein besonders bewegender Abschluss war der Besuch des Hilfswerks NAG. Die Begegnungen vor Ort gingen der ganzen Gruppe sehr nahe. Zu sehen, mit welchem Engagement sich die Mitarbeitenden für die Kinder einsetzen, war ein herzerwärmendes Erlebnis und ein würdiger Schlusspunkt einer aussergewöhnlichen Reise.


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