Hütte in der Baffin Bay

Nordwestpassage: Die legendäre arktische Seeroute

Entdeckungstour in der kanadischen Arktis

Auf dieser Expeditionskreuzfahrt durch die kanadische Hocharktis und Grönland wird Geschichte lebendig, indem Sie sich durch die eisigen Kanäle der legendären Nordwestpassage winden: Sie begeben sich auf die Spuren der tragisch geendeten Franklin-Expedition, die 1845 die Küsten Englands verliess, auf der Suche nach dem letzten unerforschten Abschnitt der Nordwestpassage. Ein Unterfangen, dass dazumal für alle Forschenden und Seeleute mit dem Tod endete. Sie werden die kanadische Arktis aber in Komfort und in Sicherheit an Bord eines der modernesten Expeditionskreuzfahrtschiffe erleben dürfen. 

Auf einen Blick

17.08.2026 - 02.09.2026
17 Reisetage
Grönland Westküste / Baffin Bay / Nordwestpassage / Nordwestpassage
Kajak
ab CHF 14'160.-
  • Hoch in die Arktis vordringen
  • Die Kultur der Inuits kennenlernen
  • An der Ostküste von Somerset Island: Mit etwas Glück Belugawale sehen

Reiseroute

Reiseprogramm

1. Tag: Reykjavik, Island
Ankunft in Reykjavik, der Hauptstadt von Island. Erkunden Sie die Stadt auf eigene Faust. Übernachtung in einem Hotel zusammen mit den anderen Reiseteilnehmern.

2. Tag: Flug Reykjavik – Nuuk
Nach dem Frühstück Transfer zum Flughafen und Charterflug nach Nuuk, wo Sie an Bord Ihres Expeditionsschiffes gehen. An Deck können Sie die neue Umgebung in sich aufnehmen, bevor der Kapitän den Anker lichten lässt und Ihr arktisches Abenteuer beginnt.

3. Tag: Auf See
Sie verabschieden sich von der Küste von Grönland und fahren über die Davis-Strasse in Richtung Kanada. Während des Tages halten die Mitglieder des Expeditionsteams Vorträge über die kanadische Arktis und was Sie in den nächsten Tagen erleben werden.

4. - 5. Tag: Ostküste von Baffin Island
Die erste Destination ist Qikiqtarjuaq, liebevoll „Qik“ genannt, ein kleines Inuit-Dorf nördlich des Polarkreises auf Broughton Island, vor der Ostküste von Baffin Island. Qikiqtarjuaq, bekannt als die Eisberg-Hauptstadt von Nunavut, liegt am nördlichen Eingang zum bergigen Auyuittuq-Nationalpark, in dem Narwale, Grönlandwale, Orcas, Eisbären, Robben und Zugvögel beheimatet sind. Gemeindebesuche, die in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern organisiert werden, ermöglichen es Ihnen, die Kultur vor Ort kennenzulernen und Kunst und traditionelles Kunsthandwerk wie Parkas, Stiefel und lokale Kunst zu erwerben - sofern verfügbar. Während die Eisberge die Davisstrasse hinuntertreiben, laufen viele davon in Qikiqtarjuaq Bucht auf Grund. In den umliegenden Gewässern leben auch Ringelrobben und Sattelrobben, die oft zwischen den Eisschollen auftauchen. Eine Wanderung auf den Hügel bietet einen schönen Blick auf die Ortschaft und die Küstenlandschaft. Sie werden auch Inukshuks sehen – sorgfältig platzierte Steinfiguren oder Steinhaufen, die als Navigationshilfen und Markierungen wichtiger Orte dienen, aber auch als Ausdruck von Geist, Erinnerung und Verbindung zum Land. Weiter nördlich entlang der bergigen Ostküste von Baffin Island nähern Sie sich der Isabella Bay, einem wichtigen Sommer- und Herbstfuttergebiet für die grösste Konzentration von Grönlandwalen in Kanada. Grönlandwale sind bemerkenswert. Forschungen zufolge können sie mehr als 200 Jahre alt werden und sind damit die langlebigsten Säugetiere der Erde. 

6. Tag: Icy Arm Fjord
Heute erkunden sie den majestätischen Icy Arm Fjord, der sich fast 80 Kilometer tief in den Norden der Baffininsel einschneidet. Dieser selten besuchte Fjord, der nur in den Sommermonaten, wenn das Meereis zurückgeht, auf dem Wasserweg erreichbar ist, ist bekannt für seine Landschaft mit hoch aufragenden Klippen und eindrücklichen Gletschern. Er wird ebenso wegen seiner Abgeschiedenheit wie wegen seiner unberührten Umwelt geschätzt. Der Icy Arm Fjord ist der Inbegriff unberührter arktischer Wildnis. Sie können unter Umständen Eisbären, Polarfüchse, Robben, Walrosse, Lummen, Dreizehenmöwen und andere arktische Vögel beobachten. Der Fjord bietet eine hervorragende Kulisse für Zodiac-Kreuzfahrten und Paddelaktivitäten.

7. - 9. Tag: Nordwestpassage
An der Spitze von Baffin Island liegt TallurutiupImanga (auch bekannt als Lancaster Sound). Dieser Kanal und die umliegenden Gebiete, die den Inuit und ihren Vorfahren seit Jahrtausenden bekannt sind, sind reich an Wildtieren und Geschichte, sowohl der indigenen als auch der europäischen. Die Umgebung bietet mehrere Wandermöglichkeiten. In Dundas Harbour auf Devon Island besuchen Sie einen verlassenen Aussenposten der Royal Canadian Mounted Police am Strand. In Croker Bay will der Kapitän nah genug heranzufahren, um aus sicherer Distanz die Gletscherstrukturen und kalbenden Eismassen zu bewundern. Walrosse halten sich hier häufig in diesen Gewässern auf. Als Nächstes fahren Sie zum westlichen Ende von Devon Island, auf der Nordseite von Tallurutiup-Imanga, und gehen an Land auf der windigen Beechey Island, wo sich die Beechey Island National Historic Sites befinden. Diese von Parks Canada gepflegten Stätten erzählen die Geschichte von Sir John Franklins vielbeschriebener Expedition zur Erkundung der Nordwestpassage in den Jahren 1845-46. Die Insel ist klein, an ihrer breitesten Stelle nur 2,5 Kilometer lang, aber seine Ufer sind steil und steigen zu einem flachen Plateau in 244 Metern Höhe an. Dort verbrachten Franklin und seine 128-köpfige Besatzung den Winter, nachdem sie England mit zwei Schiffen, der HMS «Erebus» und der HMS «Terror», verlassen hatten. Die Expedition von 1845-46, deren Ziel es war, die Nordwestpassage zu befahren und zu kartografieren, endete für alle 129 Männer und ihre beiden Schiffe tragisch. Was mit Franklin und seiner Besatzung geschah, ist Stoff für Legenden und stand im Mittelpunkt mehrerer Suchaktionen im Laufe der Jahre, bei denen Leichen, persönliche Gegenstände und handschriftliche Notizen gefunden wurden, die auf Hunger, Tod durch Unterkühlung, Skorbut und Bleivergiftung durch die Konservenvorräte hindeuteten. Berichte der Inuit deuten darauf hin, dass sich die Besatzung in kleine Gruppen aufteilte und anschliessend ums Leben kam. Sicher ist, dass niemand überlebt hat. Die Gräber von drei Offizieren der HMS «Erebus» – John Hartnell, William Braine und John Torrington – wurden 1851 entdeckt. Sie haben die Möglichkeit, ihre Gräber zu besuchen und der gesamten Franklin-Crew zu gedenken, die sich den gewaltigen Herausforderungen der Erkundung der Nordwestpassage gestellt hat. Franklins Geschichte ist ein wesentlicher Bestandteil der Geschichte der Arktisforschung. Die Wracks der Erebus und der Terror wurden 2014 bzw. 2016 entdeckt. 

Ein weiteres mögliches Ziel ist die Küste der unbewohnten Prince Leopold Island erkunden, die vor allem als bedeutendes Schutzgebiet für Zugvögel und als wichtiges Vogelgebiet bekannt ist. Dort können Sie mit den Zodiacs zu einer eindrucksvollen Bootsfahrt am Fusse der Vogelklippen aufbrechen. Die Insel ist bekannt für ihre steilen Klippen, auf denen in den Sommermonaten Hunderttausende von Seevögeln nisten, darunter Dickschnabel-Alken, Eissturmvögel und Schwarzalken. Port Leopold, ein verlassener Handelsposten der Hudson's Bay Company aus dem Jahr 1937, liegt an der nordöstlichen Spitze der nahe gelegenen Somerset Island. Es ist die nächstgelegene Sehenswürdigkeit zur Prince Leopold Island, die etwa 13 Kilometer südwestlich liegt. Dieser Ort ist eng mit der Geschichte der Arktisforschung verbunden, darunter auch mit der Suche nach der Franklin-Expedition. Besucher können noch heute die Überreste des ursprünglichen Handelspostens sehen, darunter den alten Laden und das Haus des Verwalters.

10. Tag: Auf See
Während das Schiff vom Lancaster Sound entlang der Ostküste von Baffin Island fährt, können Sie sich auf Deck aufhalten und die Aussicht geniessen: weitläufige Landschaften, zerklüftete Felsspitzen und Vogelwelt. Der heutige Tag ist auch ideal, um die Annehmlichkeiten an Bord Ihres Schiffes zu geniessen – wie beispielsweise das Tundra Spa – und Ihr Wissen durch Vorträge unserer Polar-Experten zu vertiefen. 

11. Tag: Sam Fjord
Weit oberhalb des Polarkreises gelegen, ist der Sam Ford Fjord ein herausragendes Reiseziel für ein arktisches Erlebnis an der Nordostküste von Baffin Island und einer der spektakulärsten Big-Wall-Spielplätze der Welt. Der Fjord, ein traditionelles Jagdgebiet der Inuit, ist ein Beispiel für Kontraste: Steile Granitfelsen scheinen direkt aus dem Meer emporzuragen und erreichen eine Höhe von bis zu 457 Metern über dem Meeresspiegel. Wenn es die Wetterbedingungen zulassen, bietet diese Region fantastische Möglichkeiten für Zodiac-Fahrten, Seekajakfahren und Paddeln sowie Gelegenheiten, an Land zu gehen. Mit etwas Glück können Sie an Land Polarfüchse beobachten. Eine Fahrt mit dem Zodiac durch den Fjord macht Ihnen auf eindrucksvolle Weise bewusst, wie klein man im Vergleich ist. Der Sam Ford Fjord schlängelt sich über eine Länge von 110 Kilometern und verengt sich auf weniger als drei Kilometer, während er sich weiter ins Landesinnere windet. 

12. Tag: Auf See
Während Ihr Schiff weiter ostwärts durch die Davisstrasse fährt, haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Vorträgen an Bord, die Ihnen Einblicke vermitteln, die den bisherigen Erlebnissen mehr Bedeutung verleihen und Sie auf die bevorstehenden Tage in Westgrönland vorbereiten. 

13. - 15. Tag: Westgrönland
Der erste Halt ist Ilulissat in der Disko-Bucht und beherbergt das UNESCO-Weltkulturerbe Ilulissat-Eisfjord, durch den unzählige Eisberge treiben, die von einem der schnellsten Gletscher der Welt, dem Sermeq Kujalleq, abgebrochen sind. Die Einheimischen haben einen Holzsteg gebaut, der zu einem erhöhten Aussichtspunkt führt, von dem aus Sie Eisberge aller Grössen vor sich sehen können. Von diesem Aussichtspunkt aus hat man das Gefühl, an der Grenze zwischen Stadt und Wildnis zu stehen. Sie werden auch das arktische Wollgras und die Sommerwildblumen bemerken, die in den langen Tageslichtstunden gedeihen. Der Innenhafen bietet einen seltenen Anblick: Eisberge, die zwischen Fischerbooten und Ruderbooten treiben. Die Stadt selbst ist ebenfalls eine Erkundung wert und hat sich zu einem der beliebtesten Reiseziele Grönlands entwickelt. In den letzten Jahren ist die Stadt gewachsen – bunte Häuser stehen nun neben neuen Restaurants, Boutique-Hotels und kleinen Geschäften. Geschichtsinteressierte werden begeistert sein zu erfahren, dass Ilulissat der Geburtsort des Arktisforschers Knud Rasmussen ist, der während der fünften Thule-Expedition (1921–1924) mit dem Hundeschlitten von Grönland nach Alaska (und kurzzeitig nach Sibirien) reiste. Er sprach fliessend Kalaallisut und lernte von den Inuit und dokumentierte sie – was diese Expedition zu einer der bedeutendsten in der Arktis machte. In dieser dramatischen Landschaft rund um Ilulissat wurde Rasmussens Leidenschaft für die Erforschung der Arktis geweckt. 

Wenn Sie sich der Stadt nähern, halten Sie Ausschau nach Walen, die häufig in den mit Eisbergen übersäten Gewässern zu sehen sind. Der Stolz des Expeditionsteams ist jeweils der Eternity-Fjord, in dem sich die höchsten Berge Westgrönlands befinden. Dies ist ein idealer Ort, um mit den Zodiacs die Gegend zu erkunden – dort, wo grössere Schiffe nicht navigieren können. Entlang dieses langen Fjords gibt es nur wenige Siedlungen, aber Sie werden die Natur in ihrer ursprünglichsten Form schnell zu schätzen wissen, wenn Sie zwischen den hoch aufragenden Bergen wandern und die farbenfrohe Tundra und andere dramatische Landschaften fotografieren. Ein weiteres faszinierendes Highlight ist Maniitsoq, das oft als „Venedig Grönlands” bezeichnet wird, da es in einem Archipel liegt, das von natürlichen Kanälen durchzogen ist. Hoch aufragende, schneebedeckte Berge umgeben diese kleine, felsige Stadt, deren Name „der unebene Ort” bedeutet. Verspielte Buckelwale verbringen den Sommer in den umliegenden Gewässern, daher werden Sie sicherlich die Augen offen halten, wenn Sie mit dem Zodiac an Land fahren. 

16. Tag: Ausschiffung und Flug Kangerlussuaq – Calgary, Kanada
Das heutige Ziel ist Kangerlussuaq, was auf Grönländisch „der lange Fjord“ bedeutet. Am Ende dieses 180 Kilometer langen Fjords liegt eine Siedlung mit dem gleichen Namen. Die Fischerboote aus Kangerlussuaq befahren den gesamten Fjord, um zum Meer zu gelangen. Die Stadt ist bekannt dafür, dass sie früher den grössten Flughafen Grönlands beherbergte. Sie werden mit einem Zodiac-Boot vom Schiff zum Ufer gebracht und dann zum Flughafen transferiert, wo Sie Ihren Charterflug nach Calgary, Alberta, besteigen. Nach Ihrer Ankunft am Flughafen werden Sie zu Ihrem Hotel gebracht, das im Charterflug- und Hotelpaket enthalten ist. 

17. Tag: Calgary, Kanada
Nach dem Frühstück im Hotel auschecken und individuelle Weiter- oder Heimreise.

Reisedaten

Auf Anfrage
17.08.2026 - 02.09.2026 | 17 Reisetage | Ocean Explorer
CHF 14'160.-
Tourcode: 4694

Persönliche Beratung

Andrea Maurer

Preise pro Person

Für die Preise der einzelnen Kabinenkategorien klicken Sie auf den entsprechenden Schiffsnamen:

Die Preise sind Richtpreise und können variieren.

Leistungen

Leistungen inbegriffen
  • Schiffsreise in der gebuchten Kabinenkategorie, inkl. Vollpension an Bord
  • Transferpaket Reykjavik – Kangerlussuaq - Reykjavik, inkl. je 1 Übernachtung in Reykjavik vor und nach der Reise
  • Gruppentransfers Flughafen – Hotel – Hafen und umgekehrt
  • Geführte Landausflüge (inkl. Zodiacfahrten)
  • Vorträge durch Experten (in Englisch)
  • Ein Fotojournal, welches die Expedtion dokumentiert
  • Kostenlose Nutzung von Gummistiefel
  • Warmer Parka (als Geschenk)
  • Alkoholfreie Getränke, Säfte, Kaffee/Tee/Wasser
  • Hafen- und Landungsgebühren
Leistungen nicht inbegriffen
  • An- und Rückreise bis/ab Reykjavik
  • Optionale Landausflüge
  • Wasserdichte Regenhosen (obligatorisch für Anlandungen)
  • Versicherungen
  • Trinkgelder

Ihr Zuhause unterwegs

Ocean Explorer
Ocean Explorer

Die «Ocean Explorer» ist ein modernes Expeditionskreuzfahrtschiff, das fast ausschliesslich über Balkonkabinen verfügt. Mit nur 70 Kabinen bietet das Schiff viel Platz auch für öffentliche Räume wie Restaurants, Lounges und Aussendecks. In der Vortragslounge werden Sie viel über das von Ihnen bereiste Gebiet erfahren. 

Gut zu wissen / Hinweise

Einzelreisende können ohne Aufpreis eine Kabine mit einem Reisenden des gleichen Geschlechts teilen.

Der Charterflug von Kangerlussuaq nach Calgary muss nicht mitgemacht werden. Sie können auch direkt von Kangerlussuaq nach Europa fliegen. Allerdings gibt es für die Nicht-Nutzung des Charterfluges keine Preisreduktion. 

Aufgrund von Wetter- und Eisverhältnissen sind Routenänderungen jederzeit vorbehalten.