Zurück
Die Mekong PearlFür knapp eine Woche unser Daheim: die Mekong Pearl.

Eine Flusskreuzfahrt auf dem Mekong

In diesem Reisebericht nimmt Sie Ship'N'Train Travel-Mitarbeiterin Janine Lötscher mit nach Laos. Es geht von Luang Prabang aus bis hoch zum Goldenen Dreieck – während knapp einer Woche immer schön dem Mekong entlang. Unterwegs ist sie mit dem Schiff MS Mekong Pearl. 

Mächtiger Mekong

Der Mekong, die Mutter aller Gewässer, gehört zu den zehn längsten Flüssen der Welt und ist die Lebensader vieler südostasiatischen Länder. Seine Quelle liegt in Tibet. Von dort schlängelt er sich durch sechs Länder, bis er schliesslich in Vietnam ins Südchinesische Meer fliesst.

Auf unserer Flussfahrt entdecken wir in Laos den Abschnitt von Luang Prabang stromaufwärts bis zur thailändischen Grenze.

Wann auf Flusskreuzfahrt gehen

Der Wasserspiegel des Mekongs unterscheidet sich, je nach Jahreszeit, um mehrere Meter. Flusskreuzfahrten sind generell ab Ende September (hoher Wasserspiegel) bis Anfang März (niedriger Wasserspiegel) möglich. Die Landschaften unterscheiden sich dabei ebenso wie der Wasserspiegel.

Unser Schiff: Die MS Mekong Pearl

Das schöne Boutique-Schiff verfügt über 15 Kabinen. Es gibt drei verschiedene Kabinenkategorien: Classic, Superior und Deluxe, die auf dem Haupt- und dem Oberdeck liegen. Die mit Teak-Holz verkleideten Kabinen verfügen über zwei Einzelbetten, die man zusammenschieben kann. Darüber hängt ein Moskitonetz. In der Kabine gibt es eine Klimaanlage. 

Schöne Ecken an Bord

Die Kabinen sind nach aussen gerichtet, mit grossen Fenstern und einem französischen Balkon. Die zwei grösseren Deluxe-Kabinen verfügen ausserdem über einen eigenen Balkon. Aber auch ohne Balkon gibt es schöne Ecken an Bord, um die vorbeiziehenden Landschaften zu beobachten – zum Beispiel ganz zuoberst auf dem offenen Panoramadeck oder auf dem Sonnendeck (mit ausfahrbarer Überdachung).

Auf dem Oberdeck befindet sich eine Bar sowie das Restaurant. Dort essen wir täglich drei Mahlzeiten. Die Mekong Pearl wurde 2017/2018 gebaut und ist das Schwesterschiff der etwas älteren Mekong Sun.

Offline geniessen

Alle Badezimmer verfügen über WC, Dusche und Haartrockner. Einen Fernseher gibt es in der Kabine nicht. Ebenfalls ist das Internet limitiert. Wer darauf angewiesen ist, kann sich eine lokale SIM-Karte kaufen. Jedoch gibt es nicht auf der ganzen Strecke Netzabdeckung. Wir finden aber, dass es sich auch «Offline» auf dem Schiff sehr gut leben lässt. Vielleicht gerade deshalb?

Ein Tag an Bord

Am Morgen hängt der Nebel noch etwas über dem dichten Urwald. Es herrscht absolute Stille, nur hin und wieder hören wir Vogelgezwitscher aus dem Dschungel. Einfach nur schön, die morgendliche Stimmung am Mekong. 

 

Die Frühaufsteher*innen können am Morgen ab halb sieben Uhr Kaffee und Tee trinken. Um halb acht dann, erklingt der erste «Gong» – das Frühstück ist bereit. Wir dürfen zwischen einem kontinentalen und einem asiatischen Frühstück wählen. Bei letzterem gehört zum Beispiel eine feine Reissuppe dazu. Und immer dabei: eine bediente «Ei-Station» und frische, exotische Früchte. 

 

Später legt die Mekong Pearl an. Mit einem kleinen traditionellen Holzboot fahren wir auf einem Nebenfluss zu einem Dorf der sogenannten Berghang-Laoten. Im Gegensatz zu anderen Dörfern, die wir besuchen, kennen die Bewohner*innen unseren Reiseleiter und die Crew bereits. Denn seit vielen Jahren unterstützen Gäste der Mekong-Flusskreuzfahrt dieses Dorf mit Spenden. 

Am Leben der Einheimischen teilhaben

Heute besuchen wir unter anderem die Schule. Mathematik steht auf dem Stundenplan. Neben Rechnen und Schreiben, lernen die Kinder viel über die Geschichte Indochinas. Gerade ist Schulanfang und die Kinder bekommen neues Schulmaterial. Ganz scheu und dankbar nehmen sie das neue Schulmaterial an. Es ist schön, bei diesem Augenblick dabei zu sein und so am authentischen Leben im Dorf teilzuhaben.

 

Zurück auf dem Schiff geniessen wir ein köstliches Mittagessen: Reis, Curry, Gemüse und zwei verschiedene Salate stehen auf dem Menüplan.

Meditativer Mekong

Den restlichen Tag entspannen wir an Bord, auf dem Panorama- und dem Sonnendeck. Die beiden eignen sich bestens, um Sonne zu tanken und die hügeligen Landschaften zu beobachten. Vorbei an Dschungel und Regenwälder, kleinen Dörfern und Reisfeldern fahren wir immer schön flussaufwärts. Beruhigend, ja, schon fast meditativ wirkt der Mekong auf uns.

Für noch mehr Entspannung sorgt übrigens das kleine Spa an Bord, in welchem man sich sogar massieren lassen kann. 

 

Am späteren Nachmittag serviert die Crew Kaffee und Kuchen. Und wer bereits in Apéro-Stimmung ist, bestellt sich an der Bar das lokale «Lao-Lao»-Bier oder einen erfrischenden Cocktail – wie gut es uns geht.

Gegen Abend dann, sucht unser Kapitän eine Anlegestelle. Die Anlegestellen sind nicht immer die gleichen, je nach Wasserstand des Mekong. Er findet ein schönes Plätzchen und wir freuen uns über die letzten Sonnenstrahlen des Tages. Apropos Abend: zum Abendessen kreieren die Köche jeweils ein Viergänge-Menü. In ihren Gerichten vermischen sie wunderbar die laotische mit der europäischen Küche. Noch vor dem Abendessen erfahren wir am Bordvortrag mehr über Laos.

Barfuss gehen

Während wir tagsüber legere Kleidung tragen, gilt am Abend der Dresscode «sportlich-elegant». Die Schuhauswahl ist einfach: auf dem Schiff sind alle Barfuss, ob Crew oder Gäste. Wer das nicht möchte, trägt die schiffeigenen Slippers oder natürlich die eigenen Hausschuhe.


Eine Reise auf dem Mekong unternehmen

Möchten Sie mehr über die Flusskreuzfahrt auf dem Mekong erfahren und selber eine unternehmen? Wir bieten Mekong-Kreuzfahrten von Vientiane, die laotische Hauptstadt, bis hoch ins Goldene Dreieck an (oder umgekehrt). Und zwar auf der MS Mekong Pearl sowie dem Schwesterschiff MS Mekong Sun. Gerne beraten wir Sie.

Die Reise wurde von unserem Partner Lernidee Erlebnisreisen durchgeführt.