Bucht mit verschneitem Berg im Hintergrund

Rundreise Spitzbergen

Das komplette Arktis-Erlebnis

Gehen Sie an Bord des Segelschiffs «Noorderlicht» und suchen Sie nach Eisbären, Walrossen, Walen, Polarfüchsen und besonderen Vogelarten wie der Elfenbeinmöwe und dem Papageientaucher. Lassen Sie sich überraschen von der Vielfalt der arktischen Wildnis, den spektakulären Gletschern sowie Begegnungen mit arktischen Tieren und tauchen Sie bei einem Besuch historischer Walfangstationen in die Geschichte Spitzbergens ein.

Auf einen Blick

16 Reisetage
Spitzbergen
Schiffkategorie 2 - 24 Gäste
ab CHF 6'500.-
  • einzigartige Tierwelt
  • fantastische Landschaften
  • Mit einem Motorsegler unterwegs

Reiseroute

Reiseprogramm

1. Tag: Einschiffung in Longyearbyen, Spitzbergen
Individuelle Anreise nach Longyearbyen (eine direkte Anreise aus der Schweiz ist nicht möglich, sondern es muss eine Zwischenübernachtung in Oslo eingeplant werden). Falls Sie noch etwas Zeit haben, empfehlen wir den Besuch des hochinteressanten Svalbard-Museums in Longyearbyen. Um 16 Uhr beginnt die Einschiffung. Nach dem Kabinenbezug und einer Sicherheitsübung heisst es "Leinen los" und Sie segeln in Richtung Westen. Während dem ersten Abendessen an Bord können Sie Ihre Mitpassagiere und die Crew kennenlernen. 

2. Tag: Bellsund
Im Bellsund ist eine Anlandung in Midterhuken geplant. Hier haben Sie einen fantastischen Blick auf die mit 65 Millionen Jahren jüngste Bergkette Spitzbergens. Eine Kollision von Kontinentalplatten hat jene Falt- und Bruchlinien erzeugt, die Sie auf dem Berg sehen können. Anschliessend segeln Sie weiter zum Kap Toscana, wo Sie in der Nähe von drei alten Ruderbooten abgesetzt werden. Von dort gehen Sie zum Kvitfiskstranda ("Weisswalstrand"), wo sich die Hütte Bamsebu befindet. Im 19. Jahrhundert fand hier ein Walmassaker statt. Die Knochen der Tiere erinnern noch heute an diese grausame Zeit. Glücklicherweise sind Belugas trotz intensiver Jagd in der Vergangenheit immer noch regelmässig in diesem Fjord zu sehen!

3. - 4. Tag: Umrundung Südkap
Wenn das Wetter und die Eisbedingungen günstig sind, besuchen Sie den Hornsund, einen der unwirtlichsten und eisigsten Fjorde in Spitzbergen. Es gibt viele steile Gletscherfronten im Fjord und es bestehen gute Chancen auf Robben und Belugas zu treffen. Sie können die polnische Forschungsstation in Isbjørnhamna besuchen, wo Sie Informationen über die wissenschaftlichen Programme erhalten. In den kommenden Tagen dreht sich alles um das berühmte Südkap. Aufgrund der Strömungen, die vom Arktischen Ozean und der Barentssee hierherkommen, ist es wichtig, diese Umrundung gut zu planen. Sobald Sie im Storfjord ankommen, haben Sie gute Chancen, Gruppen von Walen zu begegnen.

Sie fahren weiter in nördliche Richtung zur Insel Edgeøya, benannt nach dem englischen Kaufmann und Walfänger Thomas Edge, der sagte, er habe die Insel 1616 entdeckt. Die Insel ist für ihre grosse Rentierpopulation und ihre Eisbären bekannt. Aufgrund der guten Zugänglichkeit der Insel haben Sie die Möglichkeit, einen Landgang am Kap Lee bei Dolerittneset durchzuführen. Die weite Tundra ist mit Rentiergeweihen und Walknochen übersät. Häufig sind Polarfüchse und grosse Kolonien von Dreizehenmöwen anzutreffen. Die Hütte, die am Kap Lee zu sehen ist, wurde 1968 für eine niederländische wissenschaftliche Expedition gebaut und war 14 Monaten lang die Arktische Heimat für vier niederländische Forscher.

5. Tag: Negribreen
Heute ist ein Besuch des 15 km langen Negribreen, einer der grössten und beeindruckendsten Gletscher Spitzbergens, geplant. Ironischerweise wird der weisse Gletscher nach dem italienischen Geographen Baron Christoforo Negri (1809-1896) auch "Schwarzer Gletscher" genannt. Er hat sich in den letzten Jahrzehnten erheblich zurückgezogen, hat aber immer noch die breiteste Kalbungsfront auf der Hauptinsel Spitzbergen. Während Sie sich dem Gletscher nähern, werden Sie bereits auf Eisberge stossen, deren blaue Farbe auf das sehr hohe Alter des Eises hinweist. Ein wunderschöner Anblick, den nicht nur Fotografen geniessen! Ausserdem werden an dieser Stelle häufig Elfenbeinmöwen und Sturmvögel gesichtet.

Anschliessend versuchen Sie durch den Heleysundet zu segeln, einen schmalen Kanal, der für seine starken Strömungen bekannt ist. Im Kanal befindet sich eine namenlose Bucht, von der bekannt ist, dass nur die «Noorderlicht» dort vor Anker liegt. Die Crew der Noorderlicht hat dieser Bucht daher einen Namen gegeben: die "Noorderlichtbukta". Hier haben Sie die Möglichkeit, einen schönen Spaziergang unter und auf den Klippen von Straumslandet zu unternehmen.

6. Tag: Alkefjellet
Sie nehmen Kurs auf den spektakulären Vogelfelsen Alkefjellet. Der Name dieses Kliffs bedeutet wörtlich „Berg der Trottellummen“: hier brüten etwa 60.000 dieser Vögel. Ihr Schiff ist klein genug, um am Fuss der Klippe entlang zu fahren und Ihnen dieses gewaltige Spektakel näher zu bringen. 
Anschliessend segeln Sie durch die Hinlopenstraat in Richtung Norden. Die Hinlopenstraat ist eine 150 km lange Seestrasse, die Spitzbergen und Nordaustlandet trennt und aufgrund des dichten Packeises oft schwer zu befahren ist. 

7. Tag: Nordaustlandet
Ein morgendlicher Spaziergang in Faksevagen bietet Ihnen einen beeindruckenden Blick über den Gletscher Gullfaksebreen. Danach fahren Sie entlang der nordöstlichsten Insel dieser Reise: Nordaustlandet. Diese Insel ist grösstenteils von den beiden grossen Eiskappen Austfonna und Vestfonna bedeckt. Die Landschaft scheint aus der Ferne unzugänglich, kalt und unwirtlich, aber viele Orte sind unerwartet offen und üppig. Obwohl es aufgrund seiner isolierten Lage weniger Überreste menschlicher Aktivitäten gibt als im übrigen Spitzbergen, können Sie Spuren norwegischer und russischer Überwinterungen finden. Wenn möglich, unternehmen Sie einen Abendspaziergang an einem ganz besonderen Ort: Kinnvika. Hier können Sie eine schwedisch-finnische Forschungsstation aus den Jahren 1957-58 besichtigen. Weil die Finanzierung knapp wurde, musste das Projekt 1959 aufgegeben werden. Die zehn leerstehenden Holzgebäude erscheinen heute mystisch.

8. - 9. Tag: Auf 80 Grad
In den nächsten Tagen werden Sie den nördlichsten Punkt der Reise bei 80°N passieren. Ein Grund zum Feiern! Sie segeln an der Insel Moffen vorbei, einem Walross- und Vogelschutzgebiet, wo Sie nach Walrossgruppen Ausschau halten. In diesem Gebiet bestimmt das Eis mehr denn je wohin man segelt und wo man an Land geht. Je nach Gegebenheiten können Sie den natürlichen Hafen von Mushamna ansteuern und die riesige Gletscherfront des Monacobreen im Liefdefjord erkunden oder weiter zum Raudfjord mit seinen typischen roten Bergen segeln. Aufgrund des kalten Klimas und des Eises haben Sie gute Chancen, Eisbären und Robben zu entdecken.
Wenn möglich, gehen Sie am sogenannten "Zeeuwsche Uitkijck" an Land. Hier bauten Walfänger aus Zeeuwse im Jahr 1617 eine Trankocherei und konnten vom höchsten Punkt der Insel aus gut über das Meer nach Walen Ausschau halten. An der Küste befinden sich heute noch Gräber niederländischer Walfänger, die im gefrorenen Untergrund sehr gut erhalten sind.

10. Tag: Smeerenburg
Auf der Insel Amsterdamøya erhalten Sie einen guten Einblick in den Walfang des 17. Jahrhunderts. Hier befindet sich Smeerenburg, eine ehemalige Siedlung niederländischer Walfänger, die zwischen 1617 und 1646 zum Zentrum des niederländischen Walfangs wurde. Die Siedlung bestand aus Lager- und Wohnhäusern sowie einer Schmiede. In hufeisenförmigen Tränenöfen wurde Tran aus dem Fettgewebe der getöteten Wale, u.a. für Seife und als Brennstoff für Lampen, gewonnen.
Heute ist von den Aktivitäten, die hier vor 400 Jahren stattfanden, nur noch wenig zu sehen. Hier und da finden sich noch Reste von Tränenöfen, Gräbern und Häusern. Nach dem Landgang erhalten Sie einen ausführlichen Vortrag über den Walfang in Smeerenburg, während Sie Kurs auf Sallyhamna nehmen. In diesem flachen Gebiet werden häufig Eisbären gesichtet. Halten Sie also Ihr Fernglas bereit!

11. - 12. Tag: Kongs- und Krossfjord
Wenn möglich, planen Sie auf dem Weg in Richtung Süden in der atemberaubenden blaugrünen Bucht des Magdalenefjords einen Halt ein. Mit seinen schroffen und spitzen Berggipfeln und beeindruckenden Gletschern befinden Sie sich hier in einem kleinen arktischen Paradies. In der Mündung des Fjords bei Graveneset sind Überreste von zwei Tranöfen zu sehen, in denen das Fettgewebe der Wale gekocht wurde. Des Weiteren befinden sich hier auch mehrere Gräber der Walfängern aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Sie fahren weiter zum wunderschönen Kongs- bzw. Krossfjord, wo Sie von der imposanten Front des Gletschers vom 14. Juli empfangen werden. Bartrobben liegen oft auf den zerbrochenen Eisschollen, und in der Nähe des Gletschers brüten Trottellummen, Dreizehenmöwen und Papageientaucher. Diese Fjorde beherbergen viel Sehenswertes. So können Sie zum Beispiel  auf der Halbinsel Blomstrandhalvøya anlanden, wo bei Ny London die Überreste einer Marmor-Mine zu sehen sind. Von dort haben Sie auch einen schönen Blick auf den Tre Kroner, die drei charakteristischen Berggipfel, die durch ihre Eiskappen regelrecht leuchten.
Eine Alternative bei schlechten Wetterbedingungen ist ein Besuch der ehemaligen Bergbaustadt Ny Alesund. Ny Alesund ist die nördlichste Siedlung der Welt und heute ein renommiertes Polarforschungszentrum. Namhafte Persönlichkeiten wie der norwegische Entdecker Roald Amundsen und der Luftfahrtpionier Umberto Nobile haben hier ihre historischen Polarexpeditionen begonnen.

13. Tag: Prins Karls Forlandet
Sie passieren die Seestrasse Forlandsundet, die in der Vergangenheit wegen der Forlandsrevet-Sandbank von Seeleuten gefürchtet wurde. Aufgrund ihres geringen Tiefgangs ist die «Noorderlicht» eines der wenigen Schiffe, das diese flache Passage befahren kann. Während die Crew mit äusserster Konzentration das Schiff manövriert, halten Sie nach grossen Walrossgruppen Ausschau, die häufig in Sarstangen und Poolepynten zu finden sind. Insbesondere vor dem Hintergrund malerischer Berge bieten die Tiere ein wunderschönes Fotomotiv.
Abhängig von der Möglichkeit, diese Passage zu durchqueren, werden Sie in Murraypynten, benannt nach einem schottischen Ozeanographen, an Land gehen und Walrosse aus nächster Nähe bewundern. Von den Hügeln aus haben Sie einen wunderschönen Panoramablick auf die schroffe Berg- und Gletscherlandschaft Spitzbergens. Die flache Landschaft am Fusse des Berges bietet eine gute Möglichkeit für einen Spaziergang. Auf der Südseite von Murraypynten können Sie die Ruine einer Hütte besichtigen, die 1963 von einer deutschen Expedition erbaut wurde.

14. Tag: Barentsburg
Am Vormittag besuchen Sie die nach Willem Barents benannte Bergbausiedlung. In 1926 wurde der Ort von den Russen übernommen und entwickelte sich zu einem Bergbaudorf mit mehr als 1'000 Einwohnern. Heute leben hier noch rund 400 Menschen hauptsächlich russischer oder ukrainischer Abstammung. Da die Mine schon lange nicht mehr rentabel ist, konzentrieren sie sich zunehmend auf den Tourismus.
Vom Kai aus, wo das Schiff liegt, steigen Sie etwa 140 Holzstufen hinauf, bevor Sie zur Hauptstrasse gelangen. Die Sowjetzeit hat deutliche Spuren hinterlassen: Im Zentrum des Dorfes befinden sich eine lebensgrosse Büste Lenins, Tafeln mit Bildern von Arbeitern und modernistische Sowjetgebäude, ebenso wie die nördlichste Bierbrauerei der Welt und das Pomor-Museum. Am Abend können Sie auf eigene Faust, zusammen mit einem Teil der Crew der Noorderlicht, in einer der Gastwirtschaften die lokal gebrauten Biere und andere russische Köstlichkeiten geniessen.

15. Tag: Longyearbyen
Am Morgen ist ein letzter Landgang in Colesbukta geplant, einem ehemaligen Hafen, von dem aus die Steinkohle der sowjetischen Siedlung Grumantbyen verschifft wurde. Hier besuchen Sie die verlassene Hütte des russischen Geologen Vladimir Rusanov, in der die Überreste der einst blühenden Kohleindustrie zu finden sind. Anschliessend werden Sie den Rest des Tages damit verbringen, zurück nach Longyearbyen zu segeln.

16. Tag: Ausschiffung in Longyearbyen, Spitzbergen
Ausschiffung nach dem Frühstück und individuelle Heim- oder Weiterreise.

Reisedaten

Auf Anfrage
Umrundung von Spitzbergen
Von Longyearbyen/Spitzbergen nach Longyearbyen/Spitzbergen
30.06.2024 - 15.07.2024 | 16 Reisetage
CHF 6'500.-
Auf Anfrage
Umrundung von Spitzbergen
Von Longyearbyen/Spitzbergen nach Longyearbyen/Spitzbergen
15.07.2024 - 30.07.2024 | 16 Reisetage
CHF 6'500.-
Auf Anfrage
Umrundung vbn Spitzbergen
Von Longyearbyen/Spitzbergen nach Longyearbyen/Spitzbergen
31.07.2024 - 15.08.2024 | 16 Reisetage
CHF 6'500.-
Auf Anfrage
15.08.2024 - 30.08.2024 | 16 Reisetage
CHF 6'500.-
Tourcode: 3801

Persönliche Beratung

Andrea Maurer

Unverbindliche Anfrage

Preise pro Person

  • Doppelkabine Innen ab CHF 6'500.

Die Preise sind Richtpreise und können variieren.

Leistungen

Leistungen inbegriffen
  • Schiffsreise inkl. Vollpension an Bord
  • Kaffee/Tee/Wasser
  • Vorträge durch Experten (in Englisch)
  • Geführte Anlandungen gemäss Reiseprogramm
  • Hafen- und Landungsgebühren
Leistungen nicht inbegriffen
  • An- und Rückreise nach/von Longyearbyen
  • Versicherungen
  • Trinkgelder

Ihr Zuhause unterwegs

Noorderlicht
Noorderlicht

Die «Noorderlicht» wurde 1910 auf einer Flensburger Werft erbaut und war über viele Jahrzehnte als Feuerschiff in der Ostsee im Einsatz. Seit 1991 ist das Schiff als Zweimast-Schoner wieder auf nördlichen Gewässern im Einsatz. Das Schiff verfügt über insgesamt 10 Doppelkabinen mit Stockwerkbetten und Waschbecken.

Gut zu wissen / Hinweise

Aufgrund der Wind- und Platzverhältnisse in den Fjorden muss auf dieser Reise vor allem mit dem Motor navigiert werden.

Einzelreisende können ohne Aufpreis eine Kabine mit einem Reisenden des gleichen Geschlechts teilen. Der Einzelkabinenzuschlag beträgt 70 %.

Gerne sind wir Ihnen bei der Organisation Ihrer An- & Abreise sowie allfälligen Verlängerungsprogrammen behilflich.

Aufgrund von Wetter- und Eisverhältnissen sind Routenänderungen jederzeit vorbehalten.

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